Educatie
Geschiedenis

 

Geschiedenis

 

Julio en Greta

 

Greet en Esther

 

Afstandsonderwijs

 

Inti Sisa 1999

 

Ludoteca 2000

 

IntiSisa_II

 

IntiSisa_III.jpg

 

Muziek

 

Chocolade

 

President

 

Trein

 

Victor Hugo Alcoser

 

Gastenhuis

Geschichte

Historischer Hintergrund

Die Indios des ecuadorianischen Hochgebirges arbeiteten bis zu den fünfziger/sechziger Jahren als Sklaven auf den ausgedehnten Grundstücken der Großgrundbesitzer. Sie hatten keine Rechte. Die reichen Ernten wurden mit einem Güterzug zur Küste transportiert, und es entstand ein eifriger Handel. Als die Großgrundbesitzer bei der Landbaureform gezwungen wurden, ihre Territorien abzutreten, wurden die Grundstücke in Sektoren und Gemeinschaften (comunidades) aufgeteilt. Die Indios wurden Herr über ihr eigenes Land. Aber der Boden war ausgelaugt, und man suchte nach Alternativen für Produktion und Verwertung. Vielen „Familienvätern“ („padres de familia“) blieb nichts anderes übrig, als in die Stadt zu ziehen, um Arbeit zu suchen. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Indios organisiert und schauen auf ihre Rechte. Guamote hat seit 1992 einen Indio als Bürgermeister und einen sich aus Indios zusammensetzenden Schöffensenat.
Die Gemälde rechts stammen von Pablo Sanaguano (links im Bild) und sind ein Teil der Wandmalerei im Gästehaus von INTI SISA.

1991

Schwester Greta Coninckx von der belgischen VZW (Vereniging zonder Winstoogmerk - Gemeinnützige Organisation) Vrienden van Shalom (Freunde des Friedens) macht eine Studienreise nach Ecuador und ist betroffen über die Lebensumstände der indigenen Bevölkerung von Guamote. Ihre Frage an Pater Julio Gortaire „Was kann ich für Sie tun?“ ist der Beginn eines erzieherischen Abenteuers.

1997

Acción Integral Guamote (Gesamtaktion Guamote) startet in verschiedenen Gemeinschaften rund um Guamote mit einem System von Fernstudium, INTI HUASI. Zum ersten Mal bekommen Indios die Möglichkeit, mittleren Bildungsprogrammen zu folgen. Von den Vrienden van Shalom werden die ersten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, Esther De Groot und Greet Stessens, entsandt.

1998

Die Nachfrage nach praktischer Weiterbildung ist der Beginn der Idee, mit der lokalen Bevölkerung ein Weiterbildungszentrum zu errichten.

1999

Im Auftrag der belgischen VZW Vrienden van Shalom legt Esther De Groot gemeinsam mit Nicolás Tambo, Juanita Muñoz und Victor Hugo Alcoser den Grundstein für das SCHULUNGSZENTRUM INTI SISA (anerkannt durch das ecuadorianische Ministerium für Unterricht und Kultur), die Folge einer zweijährigen Einarbeitungsphase im Projekt des Fernstudiums. Im Oktober beginnt der erste Workshop: Computer.

2000

Der Workshop „Schnitt und Naht“, der Workshop für Englisch, die Ludothek und der Workshop „Didaktisches Material“ werden gestartet. INTI SISA beginnt mit dem Bau von neuen (größeren) Lokalen.

2001

Der Bau der Lokale wird fertig gestellt. INTI SISA schließt an einen zweiten* Pfeiler des kantonalen partizipativen Entwicklungsplans von Guamote an, um auf eigenen Beinen stehen zu können: Ökotourismus. INTI SISA beginnt mit dem Bau eines Gästehauses. Indigene Jugendliche werden als Führer ausgebildet.
* erster Pfeiler: Bildung

2002

Der Kinderhort und der Workshop für Unterstützung bei den Hausaufgaben werden gestartet.

2003

Das Aufbringen von Geldern leidet unter der Wirtschaftskrise in Belgien. Der Bau des Gästehauses geht sehr langsam voran.

2004

Der vorläufig letzte Workshop „Folkloristische Musik“ wird gestartet. Die Frauen des Workshops „Schnitt und Naht“ beginnen, kunsthandwerkliche Produkte anzufertigen. Das Gästehaus wird fertig gestellt. Die Türen öffnen sich im Juni, gerade rechtzeitig, um die Urlauber aufzunehmen. Im August kann INTI SISA zum ersten Mal mit den Einkünften aus dem Gästehaus die Löhne der Lehrkräfte ausbezahlen!

2005

INTI SISA hat seine ersten „selbständigen“ Schritte gesetzt. Nun folgt eine Überbrückungsperiode - auf dem Weg zur Autarkie - wobei INTI SISA ein besonderes Augenmerk auf die weitere Schulung des Personals und der Führer, die Werbung sowie gesetzliche Anforderungen legen wird … Ab dem 1. Februar ist Kelvi Heredia, die aus Cebadas stammt, unsere Direktorin.

2008

Da neue Partner angesprochen werden, können die Einkünfte über den Tourismus (und den Verkauf von Kunsthandwerk und selbst gemachter Schokolade) um 60 % ansteigen. Dies bedeutet, dass die Allgemeinkosten des Zentrums nun völlig mit den eigenen Einkünften bezahlt werden können. Zusätzliche Einkünfte für die Fertigstellung, Instandhaltung und Renovierung von Gebäuden sowie die Anschaffung eines dringend benötigten neuen Autos müssen noch aus Europa kommen.
Im August stattet Präsident Rafael Correa (verheiratet mit der Belgierin Anne Malherbe) Guamote einen Besuch ab und zieht mit großer Freude einen INTI SISA-Kittel an.

2009

INTI SISA besteht 10 Jahre. Zeit für eine Verjüngung und Verbesserung der Qualität der Aktivitäten …

Clemente Asadobay, ein Indio aus der Nähe von Riobamba, nimmt als Direktor von INTI SISA das Szepter auf.

Das Schließen der Eisenbahn mit dem Tourismuszug und die weltweite Wirtschaftskrise machen sich auch bei INTI SISA bemerkbar.

2012

Die Forderungen, welche die Regierung stellt, sind anders als vor zehn Jahren. Es gibt ein neues Bildungsgesetz, und auch an den Tourismus werden mehr Anforderungen gestellt.

Zeit, neue Kooperationsvereinbarungen auszuarbeiten.

2013

Das Jahr beginnt mit zwei wichtigen Neuerungen.

Victor Hugo Alcoser, Mitbegründer und Mitglied der Fundación Inti Sisa (Stiftung Inti Sisa), erklärt sich damit einverstanden, der Direktor des Schulungszentrums zu werden. Als Vorsitzender der Lehrervereinigung des Kantons Guamote hat er ganz viele Ideen über erneuerte Workshops einschließlich der Schulung von Lehrkräften.

Um die Qualität und Professionalität des Gästehauses und der touristischen Aktivitäten zu garantieren, wird mit dem Reisebüro „Ecole“ eine Übereinkunft geschlossen, das ab nun die Verantwortlichkeit dafür übernehmen und eine ständige Unterstützung des Schulungszentrums garantieren wird. Gleichzeitig werden sechs Zimmer dazu gebaut, um die Kapazität des Hauses zu vergrößern.